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18.03.2011: Mehr Sicherheit zu FußAn der Krumbacher Straße in Unterknöringen soll ein Fußgängerüberweg entstehenBurgau Die Schulkinder und Kirchgänger in Unterknöringen können die Krumbacher Straße bald auf einem sicheren Fußgängerüberweg überqueren. Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Burgau stimmte am Dienstagabend den Plänen des Ingenieurbüros Degen zu. Auch das Staatliche Bauamt Krumbach zeigte bereits sein Einverständnis. Die Kosten belaufen sich auf etwa 38000 Euro und müssen von der Stadt getragen werden, wie es hieß. Stadtbaumeister Werner Mihatsch erläuterte die Pläne im Einzelnen: Der Fußgängerüberweg mit Ampelanlage wird nach der Kreuzung in Richtung Krumbach installiert. Zwei Vorampeln, eine beim Nikolausmarkt, die andere etwa 50 Meter südlich des Übergangs, machen die motorisierten Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf den Übergang aufmerksam. Das ganze Vorhaben kann auf eigenem Stadtgrund verwirklicht werden, sodass ein Grunderwerb nicht notwendig ist. Bürgermeister Konrad Barm freute sich, dass bereits zu Beginn des nächsten Schuljahres sichere Überquerung gewährleistet sei. Auch andere Redner drückten ihre Zufriedenheit darüber aus, dass diese Lösung, teilweise gegen den Widerstand höherer Institutionen, verwirklicht wird. Vonseiten der Räte gab es noch einige Anregungen: Wendelin Offenwanger entdeckte, dass in der Planung nicht berücksichtig ist, dass es sich bei der Anbindung von der Kirche her um eine Einbahnstraße handle. Wilhelm Frielinghaus hatte beobachtet, dass beim Nikolausmarkt immer wieder Lastwagen parken. Die Vorampel müsse deshalb an dieser Stelle sehr hoch installiert werden und in den Straßenraum hineinragen. Dass von Krumbach her ein rechtzeitiger Hinweis auf die kommende Ampelanlage mittels eines Verkehrszeichens erfolgen müsse, empfahl Manfred Kramer. Die Autofahrer würden hier sehr schnell in die Gemeinde einfahren. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung für den Fußgängerüberweg in Unterknöringen vorzunehmen. (neu) Quelle: Günzburger Zeitung, 17.03.2011
26.01.2011: Im Legoland fallen ab Juni die KegelGünzburg Eine weitere Attraktion im Günzburger Legoland: Im Freizeitpark kann in absehbarer Zeit auch gekegelt werden. Die Stadt Günzburg hat jedenfalls dem Antrag für den Neubau eines unterirdischen Gebäudes für eine Bowlingbahn mit acht Bahnen zugestimmt. Weil die Zeit drängte, hatte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) bereits Ende Dezember grünes Licht für den Bauantrag gegeben. „Ich habe das auf meine Kappe genommen“, sagte der OB den Stadträten am vergangenen Dienstagabend in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Kritik erntete Jauernig dafür nicht, im Gegenteil. Im Januar wollte Legoland mit dem Bau des unterirdischen Gebäudes beginnen. Die Bowlingbahn soll südlich an das Restaurant des Feriendorfs angebaut werden. Über die Höhe des Investitionsvolumens gab es gestern keine Angaben. Oberbürgermeister Jauernig sprach von einem „weiteren kleinen Mosaikstein“ bei der touristischen Entwicklung im Landkreis Günzburg. „Wir müssen froh und glücklich darüber sein, dass von Legoland Geld für weitere Investitionen am Standort Günzburg zur Verfügung gestellt wird.“ Die Region profitiere vom Magnet Legoland. Er sehe es als Aufgabe der Stadt, Projekte im Günzburger Freizeitpark unbürokratisch zu begleiten. Peter Lang (CSU) wollte wissen, in welchem Zeitraum Legoland die Bowlingbahnen betreiben wolle. Wenn das ganze Jahr dort gekegelt werde, bekomme möglicherweise ein Gasthof in Deffingen Probleme, der ebenfalls in eine Bowlingbahn investiert habe. Jauernig sagte, eine Stadt könne keinen Konkurrenzschutz aussprechen. Jede Investition in den Tourismus trage dazu bei, dass der Kuchen für alle größer wird, meinte der Oberbürgermeister. Stefanie Feifel, PR-Referentin bei Legoland Deutschland, bestätigte gestern Nachmittag, dass die Baugrube für das Gebäude bereits ausgehoben wurde. Die Eröffnung der Bowlingbahnen ist nach derzeitigem Stand im Juni vorgesehen. Gekegelt werden kann dabei das ganze Jahr, sagte Feifel: „Wir haben geplant, dass die Bowlingbahnen auch im Winter geöffnet sein werden. (bv) Quelle: Günzburger Zeitung, 26.01.2011 18.09.2010: Energetische Sanierung der Güssenhalle kommt gut voranLeipheim Der Ärger ist noch nicht verflogen. Deshalb waren die Putzarbeiten im Rahmen der energetischen Sanierung der Leipheimer Güssenhalle jetzt auch noch einmal Thema in der Stadtratssitzung. So „wurden entgegen der ausgeschriebenen Produkte alternative Materialien“ von der beauftragten Firma verwendet, wie es in der Sitzungsvorlage hieß. Dies sei zum Zeitpunkt der Submission aber nicht erkennbar gewesen, wie Daniel Lanzendörfer vom Ingenieurbüro Degen und Partner jetzt in der Stadtratssitzung erklärte. Ganz im Gegenteil: Die ersten drei Angebote hätten preislich nah beieinandergelegen. Nachdem feststand, dass sich die Firma, die den Zuschlag für die Arbeiten bekommen hatte, nicht an die Ausschreibung gehalten hatte, gab es Ärger unter den Mitbietern. Das konnte der Stadtrat nachvollziehen: „Man muss sich an die Ausschreibung halten“, schimpfte Karin Nusser (CSU). „Es sind keine Nachteile zu erwarten“ Bei einem Ortstermin mit dem Architekten wurde nun mitgeteilt, dass während der Ausführung festgestellte Mängel beseitigt und eine Preisminderung vereinbart wurden. Es gehe bei den verwendeten Materialien um Produkte eines namhaften Herstellers, hieß es in der Sitzung. Lanzendörfer erklärte: „Es sind keine Nachteile zu erwarten.“ Horst Galgenmüller (UWG) fasste zusammen, was einige Stadtratsmitglieder bemängelten: „Für die Stadt ist es so o.k., für die mitbietenden Firmen sicher nicht.“ Denen sei Schaden entstanden, weil sie den Auftrag nicht bekommen hätten. Verzögerungen bei der Sanierung des Daches Wie Lanzendörfer weiter berichtete, gehe die energetische Sanierung der Güssenhalle insgesamt aber gut voran. Das Wetter habe nicht mitgespielt, weshalb es Verzögerungen bei der Sanierung des Daches gebe. Der Planer sprach von zwei kleineren Wassereinbrüchen. Die Putzarbeiten seien mittlerweile aber so gut wie abgeschlossen. (kabe) Quelle: Günzburger Zeitung, 18.09.2010
29.01.2010: Schädlinge im Holz und verfaulte DeckenbalkenGünzburg Das Günzburger Heimatmuseum bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das hat Oberbürgermeister Gerhard Jauernig entschieden. „Die Deckenbalken über dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss sind teilweise verfault. Bei der Decke über dem zweiten Obergeschoss wurde an den untersuchten Stellen zudem Befall durch Holzschädlinge festgestellt“, teilte die Stadtsprecherin Friederike Kurtenbach gestern auf Anfrage mit. Vergangenes Jahr hatte die Stadt in dem Museumsgebäude den Brandschutz verbessern lassen. Dazu wurden auch Brandschutztüren eingebaut (wir berichteten). „Dabei zeigte sich an einer Stelle, dass die Deckenbalken unterhalb des Bodenbelags verfault sind“, so Kurtenbach. Daraufhin habe das städtische Bauamt ein Ingenieurbüro beauftragt, den Zustand der Decken hinsichtlich der Statik zu untersuchen. Die Ergebnisse des Fachgutachtens lägen seit Donnerstag vor. Die Sprecherin weiter: „Es wurde festgestellt, dass für eine Decke sofortige Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind.“ Der OB hat daraufhin entschieden, das Museum vorsorglich zunächst ganz zu schließen. Nun will die Stadt gemeinsam mit einem Ingenieur- und Statikbüro ermitteln, was zu tun ist. „Erst wenn die tatsächlich erforderlichen Maßnahmen feststehen, können auch die Kosten ermittelt werden“, sagte Friederike Kurtenbach. Nach derzeitigem Stand sei es unumgänglich, neben einer Lastenreduzierung bei der betroffenen Decke auf jeden Fall die Holzschädlinge aktiv zu bekämpfen. Nach Abschluss der erforderlichen Arbeiten könne der Museumsbetrieb wieder in bisherigem Umfang aufgenommen werden, so Kurtenbach. Wann dies der Fall sein wird, ist offen. Zuerst die Donaubrücke an der Heidenheimer Straße, dann das Stadttheater-Kino und die Tiefgarage, jetzt das Museum: Angesichts des Sanierungsrückstands bei städtischen Gebäuden und der damit verbundenen Kosten meinte OB Jauernig am Donnerstagabend im Kulturausschuss: „Das hat schon was mit dem Teufel zu tun.“ Der Vorsitzende des Historischen Vereins Günzburg und SPD-Stadtrat Dr. Manfred Büchele sagte: „Ich bin überzeugt, dass meine Stadtratskollegen nach der statischen Sanierung des Museums die menschliche Aufgabe des Baus eines Aufzuges für Gehbehinderte erfüllen werden.“ Quelle: Günzburger Zeitung, 29.01.2010
29.12.2009: Mögliche Wiederbelebung des historischen StadtbachsGünzburg Der Tagesordnungspunkt klang wenig prickelnd und etwas kompliziert: „Entwurf der 3. Änderung des Bebauungsplans Nr. 3.2 ,Mengele-Areal’ (Gebäudestruktur Südost)“. Damit hatte sich der Bauausschuss des Günzburger Stadtrates noch kurz vor Weihnachten zu befassen. Doch dahinter verbarg sich ein Thema, das bei einigen Günzburgern auf großes Interesse stoßen dürfte: Es ging um die Wiederherstellung des historischen Stadtbaches. Dieser Stadtbach sei vor etwa 40 Jahren verrohrt worden, berichtete Heinrich Pirschle (SPD). Das Bachbett wurde zugeschüttet, zum Teil überbaut, und ist heute auf dem ehemaligen Mengele-Fabrikgelände - auf einem Teil davon steht der V-Markt - nicht mehr zu erkennen. Die Stadt hat das ehrgeizige Ziel, diesen Wasserlauf wiederherzustellen. Wasser sei Leben, und die Chance, mit einem solchen Wasserlauf ein neues Wohngebiet attraktiver zu machen, dürfe nicht vergeben werden, so die einhellige Meinung im Bauausschuss. Das Gremium hatte in seiner Sitzung Ende Juli die Verwaltung beauftragt, die Anlage eines Wasserlaufes zu prüfen. Die Stadtverwaltung beauftragte anschließend das örtliche Ingenieurbüro Degen, das sich mit der Frage befassen sollte. Die Ergebnisse lagen dem Ausschuss in seiner Dezember-Sitzung vor. Technisch möglich „Die Überprüfung hat ergeben, dass die Anlage des Wasserlaufs technisch möglich und auch bei der zur Verfügung stehenden Fläche machbar ist“, lautet das Fazit der Stadtverwaltung. Sie schlug dem Bauausschuss eine Variante vor, die die Möglichkeit bietet, „den historischen Stadtbach in leicht veränderter Lage auf einem nennenswerten Stück wieder erlebbar zu machen und nicht nur in Fragmenten“. Die Verbindung mit dem Stadtbach durch das offene Grabenprofil könne zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Das Gremium nahm den Vorschlag dankend an. „Wir sind sehr erfreut über diese Vorlage“, stellte Dr. Thomas Ermer (CSU) fest. Die Vorplanungen beinhalteten auch die Breite und Anbindung eines Radweges durch das Wohngebiet, das auf dem ehemaligen „Mengele-Areal“ entstehen soll. Die neuerliche Planung stelle gegenüber der vorherigen eine wesentliche Verbesserung dar, so Ermer. Angesichts der Investitionskosten von 268 000 Euro für den Wasserlauf sei das Vorhaben „extrem ehrgeizig“, meinte der CSU-Mann. Dennoch müsse man sich die Option offen halten. Ermer: „Das wäre ein rundes Konzept.“ Oberbürgermeister Gerhard Jauernig räumte ein, dass die Stadt den Wasserlauf hier in den nächsten Jahren aus finanziellen Gründen nicht realisieren könne. „Städtebaulich müssen wir das Projekt als höheres Ziel ansehen, wir vergeben uns dabei nichts“, meinte der Rathauschef. Der Projektentwickler, der das neue Wohnquartier hinter dem V-Markt in Angriff nehmen will, halte den Wasserlauf für eine Aufwertung, er sei kein Handicap für ihn, so der OB. Offen ist, wer für welche Kosten aufkommt. Johann Briegel (FWG/GBL) bezeichnete die Vorlage ebenfalls als „sehr erfreuliche Planung“. „Wir brauchen eine Vision für den Stadtbach“, so Briegel. Er schlug vor, beim weiteren Vorgehen an die Regenwasser-Nutzung und eine Überleitung zu bestehenden Wasserläufen in der Umgebung zu denken. Quelle: Günzburger Zeitung, 29.12.2009 22.09.2009: Reinigungsmittel wohl schuld an morschen BalkenGünzburg - Alte Häuser sind nie frei von Tücke. Das bekommt jetzt auch die Stadt Günzburg herb zu spüren. Wie berichtet, wurden bei Bauarbeiten im Heimatmuseum erhebliche Schäden festgestellt. Vor allem einige tragende Balken in den Fluren sind morsch. Eine Sanierung der Schäden ist unausweichlich, bei seiner Sitzung am Montagabend hat der Stadtrat weitere Weichen gestellt. Einstimmig wurde beschlossen, das für den Bau einer Außenfluchttreppe mit integriertem Aufzug vorgesehene Geld (120 000 Euro in diesem Jahr und eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung von 276 000 Euro im nächsten Jahr) „umzuleiten“ und in die Sanierung des Museums zu investieren. Wobei offenbar strittig ist, wie hoch die Kosten für die Gebäudesanierung ausfallen. Weitere Untersuchungen, die Ende des Monats beginnen sollen, müssten Aufschluss geben, erklärte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Dann werde sich zeigen, „ob die Kosten in einem niederen oder höheren sechsstelligen Bereich liegen“, so Jauernig. Am Rande der Sitzung erklärte ein Stadtrat gegenüber der Günzburger Zeitung, es sei von etwa 300 000 Euro die Rede gewesen, ein anderer sprach sogar von bis zu zwei Millionen Euro. Die bisherigen Untersuchungen und Aufräumarbeiten haben nach Angaben des Oberbürgermeisters schon 58 000 Euro gekostet. Ursache der morschen Balken sind möglicherweise Reinigungsmittel, wie sie in früheren Jahren und Jahrzehnten verwendet wurden. Möglicherweise haben sie das Holz angegriffen. Keine akute Gefahr Eine akute Gefahr für das Haus oder Besucher bestehe nicht, wurde von der Stadtverwaltung versichert, aber der Handlungsbedarf ist groß. Denn die morschen Balken, die sowohl Druck als auch Zug ausgesetzt sind, bereiten erhebliche statische Probleme. SPD-Stadtrat Dr. Manfred Büchele, der Vorsitzende des Historischen Vereins Günzburg, erklärte, die Sanierung habe eindeutig Vorrang vor dem Einbau des seit 40 Jahren gewünschten Aufzugs. Manfred Büchele: „Es hat keinen Wert, den Aufzug anzubauen, wenn anschließend - überspitzt gesagt - das Gebäude einfällt.“ Dennoch bat er die Ratskollegen „ganz herzlich“, den Aufzug nur zu verschieben, nicht aber aufzugeben. Denn 99 Prozent der römischen Geschichte, derer sich Günzburg rühme, seien im Museum zu erleben. „Dann muss das Museum aber auch für alle zugänglich sein“, sagte Büchele mit Blick etwa auf behinderte oder alte Menschen. Büchele stieß auf weitgehend offene Ohren. Manfred Proksch (FWG) erklärte, der Stadtrat sollte „den Schritt“ wagen und trotz Sanierung den Aufzug angehen. Etwas vorsichtiger äußerten sich die Stadträte Peter Lang (CSU) und Ferdinand Munk (UWB). Mehrheitlich stehe die CSU hinter dem Aufzug, doch erst müssten die Kosten der Sanierung ermittelt werden, sprach sich Peter Lang gegen einen „Freifahrschein“ aus. Auch Ferdinand Munk sagte, der UWB bekenne sich zu dem Aufzug. „Und wir werden ihn meistern, wir haben schon ganz andere Dinge gemeistert.“ Wie Lang will aber auch Munk vor einer Entscheidung erst ein Gesamtkonzept und Klarheit darüber, was die Gebäudesanierung letztendlich kostet. Wie Oberbürgermeister Jauernig abschließend erklärte, gehen demnächst die Untersuchungen am Heimatmuseum weiter. Liegen deren Ergebnisse vor, wird eine Kostenkalkulation gemacht, dann wird sich wieder der Stadtrat mit dem Thema befassen müssen. Quelle: Günzburger Zeitung, 22.09.2009
17.08.2009: Verkehrsknotenpunkt besteht PrüfungMobilitätsdrehscheibe Stadt will weitere Verbesserungen für Menschen mit Handicap Günzburg (zg) - Seit einigen Jahren gibt es im Günzburger Rathaus eine kleine Arbeitsgruppe, die sich in unregelmäßigen Zeitabständen trifft und deren Ziel es ist, das Bewegen im öffentlichen Raum für Menschen mit einem Handicap zu verbessern Auf Einladung von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig nahmen Vertreter der Verwaltung sowie der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Johannes Schropp, vor Kurzem die fertiggestellte Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof unter die Lupe. Gemeinsam trafen sie sich mit Anton Neuburger (Vertreter der Rollstuhlfahrer) und Johann Melcher (Blinden- und Sehbehinderten-Berater) vor Ort, um den Günzburger Bahnhof einem Praxistest zu unterziehen. Gleich zu Beginn gab es große Zustimmung für die Planer und die Architekten der Mobilitätsdrehscheibe. Beim Erstellen der Infrastruktur und der Verkehrswege wurde systematisch und sehr konsequent auf das Absenken der Bordsteine geachtet. Das Erreichen der Bahnsteige ist ebenfalls ohne Probleme barrierefrei möglich. Viel Lob gab es aus der Arbeitsgruppe auch für die Querungsmöglichkeit der Straße. Die Ampeln sind mit akustischen Signalen ausgestattet, der Boden am Übergang zur Straße weist durch eine spezielle Oberflächenstruktur blinde und sehbehinderte Menschen auf die damit verbundene Gefahr hin. Der Behindertenbeauftragte Schropp zollte dem Projekt Respekt. Bereits seit geraumer Zeit, so der frühere Bürgermeister von Thannhausen, beobachte er die Bemühungen der Stadt Günzburg, um für Menschen mit Handicap Verbesserungen zu erzielen. Wie OB Jauernig ausführte, habe man in den vergangenen Jahren sukzessive bei Neugestaltungen und Modernisierungsarbeiten die Anregungen der Arbeitsgruppe aufgenommen. Für den Haushalt 2010 wolle man die Finanzmittel hierfür sogar erhöhen. Zwischenraum zwischen Zug und Bahnsteig ist zu groß Die Vertreter der Arbeitsgruppe stellten vor Ort ferner fest, dass gerade für Rollstuhlfahrer die selbstständige Nutzung der Bahn ohne Hilfsmittel nicht möglich sei, da der zwischen dem haltenden Zug und dem Bahnsteig vorhandene Zwischenraum zu groß sei. Schropp und Jauernig wollen dies zum Anlass nehmen, um in einem gemeinsamen Schreiben der Stadt und des Landkreises die Deutsche Bahn dazu zu bewegen, technische Ergänzungen vorzunehmen. Beim Gang über die Bahnhofstraße bis hin zum Marktplatz sammelten die Teilnehmer weitere Anregungen, die an die Verwaltung weitergeleitet werden. 24.06.2009: Viele Kanäle sind überlastetKötz (ilor) - Im Großkötzer Kanalnetz wird es eng. Bürgermeister Ernst Walter berichtete im Bauausschuss, dass beispielsweise an der Bürgermeister-Hupfauer-Straße bei starkem Regen das Abwasser immer mal wieder bis „Oberkante Gelände“ gestiegen ist. Ein Grund für die Gemeinde, den Bestand des 1975 geplanten Kanalnetzes zu erfassen und zu untersuchen. Das Ergebnis: Knapp 1,5 Kilometer des Kanalnetzes sind überlastet. Alle Schächte im Ortsteil Großkötz - das sind mehr als 600 - und das komplette, über 18 Kilometer lange Kanalnetz hat das Ingenieurbüro Degen in der Bestandserfassung aufgenommen, Durchmesser, Material und Form der Kanäle verzeichnet, ebenso Deckel- und Sohlhöhen, Gefälle und Haltungslängen. „Wir haben etwas mehr als 400 Einzugsgebiete ermittelt“, sagte Diplom-Ingenieur Klaus Habersetzer im Kötzer Bauausschuss. Als problematisch stufte er vor allem Frühlingsstraße, Sonnenstraße, Sternenweg und die Bürgermeister-Hupfauer-Straße ein. In der Sonnenstraße, das stellte sich dann in der Bauausschuss-Sitzung heraus, sind die Probleme mit dem Kanal nicht neu. Habersetzer führte sie unter anderem auf das sehr flache Gefälle von nur 2,6 bis 3,6 Promille zurück. In der Frühlingsstraße hingegen seien bis jetzt keine Probleme bekannt. Dort wirke sich ein großes, noch unbebautes Grundstück günstig auf die Belastung der Kanalisation aus. Zisternen bauen Auf die Ergebnisse der Bestandserfassung allein will Habersetzer sich aber nicht verlassen. Im nächsten Schritt sei zu prüfen, wieweit Berechnung und Realität übereinstimmen. Nutzte man bisher das Fließzeitverfahren für die Neubemessung von Kanälen, empfahl der Fachmann zur Nachberechnung das „hydrodynamische Modell“, das Abwasserströme realistischer beschreibe. Zudem solle bei den Anwohnern der genannten Straßen nach Überstau-Ereignissen gefragt werden. Wie die Situation verbessert werden kann, ohne dass gleich neue Kanäle verlegt werden müssen, deutete Habersetzer schon mal an. Es sei in der Sonnenstraße sinnvoll, nach Möglichkeiten der Flächenversiegelung zu suchen und eventuell Zisternen zu bauen, die Regenwasser mit Verzögerung in die Kanalisation abgeben. Damit, so Habersetzer, bekomme man ein „dezentrales Puffervolumen“ auf den einzelnen Grundstücken. Für die Frühlingsstraße empfahl er eine Kamera-Befahrung des Kanals bis zur Bürgermeister-Hupfauer-Straße. Dort gibt es schon ein unterirdisches Regenüberlaufbecken, aber möglicherweise sei der Regenauslasskanal unzureichend. Dass Handlungsbedarf besteht, machte Bürgermeister Ernst Walter deutlich. Probleme seien vor allem dann zu erwarten, wenn im Großkötzer Norden neue Bauten entstehen. Bislang habe man die Situation mit regelmäßigen Spülungen des Abwasserkanals ganz gut im Griff, sagte Walter.Er empfahl dem Bauausschuss, das Ingenieurbüro Degen mit der Befahrung des rund 1,5 Kilometer langen Problembereichs zu beauftragen. Für die Kamera-Befahrung, Lagepläne, Auswertung der Ergebnisse, Schadenspläne, hydraulische Berechnung und ein Sanierungskonzept waren Kosten in Höhe von knapp 15 000 Euro im Gespräch. Auf Vorschlag von Gemeinderat Norbert Ritter reduzierte der Bauausschuss den Auftrag vorläufig auf Kamera-Befahrung der Kanäle, Auswertung und Lageplan. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, will die Gemeinde, falls notwendig, auch einen Schadensplan mit hydraulischer Berechnung und Sanierungskonzept in Auftrag geben.
30.05.2009: Stauraumkanal wird nun doch teurer als angenommenKötz (ilor) - Zu früh gefreut: Anfangs sah es so aus, als würden die im Haushaltsplan veranschlagten 115 000 Euro für den Bau des Stauraumkanals am Buchberg in Kleinkötz nicht komplett benötigt. Mittlerweile aber haben Baugrunduntersuchungen gezeigt, dass die Arbeiten doch aufwendiger werden. Die Kostenberechnung vom Februar (knapp 96 000 Euro) musste um gut 15 000 Euro nach oben korrigiert werden, sodass mit insgesamt rund 110 000 Euro für den Stauraumkanal zu rechnen sind. Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass der weiche, torfige Untergrund Schwierigkeiten machen könnte, mussten zusätzliche Probebohrungen in Auftrag gegeben werden. Zusätzlich wurde eine Bohrstelle als fester Pegel eingerichtet, wie Bürgermeister Ernst Walter berichtete, sodass die Wasserverhältnisse im Boden dort dauerhaft abgelesen werden können. Wenig Probleme macht der torfige Untergrund der Pferdekoppel, wo der eigentliche Stauraumkanal in offener Bauweise verlegt werden kann: Auf einer Länge von 18 Metern wird hier das Kanalrohr auf einen Querschnitt von einem Meter erweitert, damit bei Starkregen nicht gleich die ganze Wassermenge in die Kläranlage fließt. Nach diesem 18 Kubikmeter fassenden unterirdischen Regenüberlaufbecken verengt sich der Kanal wieder auf das normale Maß von 20 Zentimetern und führt unter dem Regallager einer Firma im Kleinkötzer Gewerbegebiet Richtung Kläranlage. Hier, das stand von Anfang an fest, soll mit Rücksicht auf die Firma keine offene Baugrube entstehen, sondern der Kanal durchgepresst werden. Um zu verhindern, dass der Kanal im weichen Untergrund absackt und Schaden leidet, muss nun ein Schutzrohr aus Metall mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern durchgepresst werden. In dieses rund 20 Meter lange Schutzrohr kommt dann das Kanalrohr. Die Maßnahme will die Verwaltung nach Auskunft von Bürgermeister Ernst Walter demnächst ausschreiben. Der Stauraumkanal muss heuer noch gebaut werden, damit die Gemeinde Kötz die vom Staat zugesagten 20 000 Euro Zuschuss nicht aufs Spiel setzt.
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